Vegan For Fit, Veggiebrunch & Dekorationsprobleme

Also, wie gestern schon berichtet, habe ich mir das Vegan For Fit – Buch von Attila Hildmann gekauft.
Oder auch genannt: DIE Rampensau unter den Veganköchen.

Ist er das verdient?

Also das, womit er das Buch bewirbt, ist eigentlich ziemlich genial: Er selber, einst dicklicher Döneresser, hat durch Sport und vegane Ernährung viele Kilos verloren und dadurch einen ziemlich guten Körper erreicht.
Jetzt will er anderen helfen: Durch sogenannte „Challenger*innen“, das sind Leute, die sich unwohl oder unzufrieden in/mit ihrem Körper fühlten, hat er sein entwickeltes Konzept testen und bestätigen lassen. Das Konzept besteht eigentlich nur aus viel Motivation (auch durch Facebook-Gruppen etc.), Sport und die richtige Ernährung zur richtigen Zeit mit der Betonung darauf, dass man mehr auf den Körper hören sollte.
Insgesamt wurden 100 Personen je 30 Tage getestet, die dann auch alle zusammen 455,66 Kilo verloren haben. Immerhin!

Damit sind wir auch schon bei dem springenden Punkt:
Attila Hildmanns Buch kauft man sich nicht, weil man sich für Veganismus und Tierrechte interessiert. Wenn man das tut, dann wäre einem mit dem Buch „Tiere essen “ von  Jonathan Safran Foehr, oder Vegan! von Marc Pierschel (RoC Media) besser geholfen, denn da geht es wirklich um die Tiere und das Tierleid.

Attilas Buch kauft man sich schlicht und einfach, weil man abnehmen oder sich in seinem Körper wohler fühlen, fitter werden, gesünder werden möchte.

Denn: Veganismus selber ist kein Garant für Gesundheit und fitte, schlanke Körper! Es gibt supertolle, aber auch hochkalorische vegane Gerichte, die superlecker und superungesund oder dickmachend sind. Was ja auch nicht schlimm ist, denn die Veganer, die ich kenne, sind aus ethischen oder ökologischen und eher weniger aus gesundheitlichen Gründen vegan geworden.

Aber für Veganer*innen (wie mich zum Beispiel), die gerne und viel Sport machen und sich für gesunde Ernährung interessieren, oder für Veganer*innen, die Gewicht verlieren wollen, ist das Buch ideal:
Abseits von merkwürdigen, ekelhaften Gerichten, die viele Leute, die auf Muskelaufbau oder Gewichtsverlust aus sind, in sich reinstopfen um abzunehmen, bietet Attila eine ganze Bandbreite an tollen, relativ einfachen und gesunden Gerichten aus natürlichen Rohstoffen.
Vielleicht erreicht er dadurch ja auch, dass Leute, die vorher viel Fleisch gegessen haben, nun hauptsächlich vegan leben und dadurch vielleicht ja auch nur eine Kuh im Jahr gerettet wird. Die freut sich auch darüber.
Und ganz vielleicht setzen sich ja einige Fleischesser, die die Challenge ausprobieren, auch mit dem Thema Veganismus auseinander und kaufen z.B. keine Lederschuhe mehr.

Aber egal. Attila will nicht bekehren, sondern schlank und fit machen, und deswegen poste ich hier das erste gesunde Gericht aus seinem Buch:

Kürbispommes aus dem Ofen:


Dazu habe ich mir einen Paprika-Tomaten-Sojajoghurt-Dip gemacht, den ich allerdings eher als Smoothie genießen konnte… auch gut!

Die Challenge mache ich übrigens nicht mit, da ich mit meinen bisherigen Ess- und Sportgewohnheiten ganz zufrieden bin, ich lasse mich aber trotzdem durch das Buch motivieren, versuche weniger nach 19 Uhr zu essen und mehr Eiweiß zu mir zu nehmen. Und die ganzen Süßigkeiten auszuprobieren – die, die ich bis jetzt gegessen habe, sorgen nämlich leider für meinen ungeliebten Hüftspeck.

Apropos Hüftspeck – heute war auch wieder Veganbrunch – jedoch hat man gemerkt, dass wir uns im Sommer befinden! Es gab fast nur Salate und die Kuchen, die vorhanden waren, konnte ich leider nicht probieren, da sie zu schnell weg waren. Dafür einen Ingwer-Zitronengras-Keks, der echt klasse war.
Und Wilmersburger Scheiben. Die ich allerdings uncool fand, da ich vegane Brotaufstriche irgendwie viiiel aromatischer finde! Trotzdem habe ich gehört, dass Omnis nicht den Unterschied zwischen denen und Butterkäse schmecken können. Super!
Außerdem glutenfreie Brötchen, an denen ich mich bald auch mal versuchen muss.

Ich habe die Oatmeal – Cookies von Totally Veg gebacken und sie sind suuuuper angekommen! Wurde mehrmals nach dem Rezept gefragt und werde die auch noch öfter machen. Das Rezept ist der Knaller!


Nach dem Brunch bin ich dann mit meiner Schwester über den Markt geschlendert um Blumen für unsere Küche zu kaufen. Wir haben uns nach langen Diskussionen für Gladiolen entschieden, die wir in ausgewaschene Sektflaschen gesteckt haben:



Ein drittes Exemplar, lila, in einer ausgewaschenen Wodkaflasche, kam übrigens noch später dazu. :)

Eigentlich stehe ich ja überhaupt nicht auf Deko. Bei mir müssen Wände weiß und Böden einheitlich sein, alles immer aufgeräumt und so hell wie möglich.

Trotzdem habe ich mich von einer Orchidee in einer hellblauen Vase überzeugen lassen.. Auf den Fotos konnte ich mich allerdings noch nicht festlegen, wo ich sie hinstellen sollte. Inzwischen hat sie jedoch ihren festen Platz neben mir auf dem Schreibtisch gefunden. Jetzt kann ich mit ihr reden, wenn ich arbeite (mit Blumen reden soll diese doch ganz gut gedeihen lassen, oder nicht?! ;) )

Ein Gedanke zu „Vegan For Fit, Veggiebrunch & Dekorationsprobleme

  • 7. Februar 2013 um 12:34
    Permalink

    Es ist übrigens wirklich so, dass viele, die die Challenge machen, sich auch mit der Frage „Warum vegan?“ beschäftigen und danach gänzlich Veganer werden oder „nur“ teilweise vegan weiterleben, aber hin und wieder mal was nicht veganes essen.Und diesen „Nebeneffekt“ finde ich sehr sehr toll! :) (Das kann ich jedenfalls aus meinem Lesen aus dem Challenger-Forum berichten.)LG,Rebekka

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