18. Dezember – zwei Momente

Das heutige Türchen ist quasi eine Art doppeltes Türchen, denn es wir von Angela und Laura von den „Vegan Food Twins“ geöffnet. Auf die beiden bin ich bei der Recherche zu meinem Adventskalender gestoßen und der Blog ist auch erst etwas über eineinhalb Jahre alt, allerdings total empfehlenswert. Alleine die letzten fünf (!!) Rezepte sind tolle Keksrezepte für Weihnachtsplätzchen, wie z.B. Vanillekipferl, vegane Zimtsterne oder Florentiner.

Heute beschreibt sowohl Angela als auch Laura ihren schönsten Moment 2017. Vielen Dank fürs Mitmachen, euch beiden!


Hallo wir sind die VeganFoodTwins, Laura und Angela. Angefangen hat alles damit, dass wir unsere Rezepte sammeln wollten. Denn oft konnten wir sie nicht weitergeben da sie rein aus dem Handgelenk gemacht waren. So begannen wir Sie aufzuschreiben und in einem Blog zusammenzufassen.

Daher wird es jetzt Zwei texte geben.

Angela:

Im Sommer machten wir Urlaub in Schottland, um es gleich zu sagen, als veganer verhungert man in Schottland nicht, ganz im Gegenteil. Darum soll es heute aber nicht gehen.

Ich wollte mit euch den, für mich schönsten Moment dieses Uhrlaubes teilen. Unsere kleine Wanderung zum Steall Waterfall bei Fort William. Eine Wanderung die unbedingt festes Schuhwerk und tritt Sicherheit benötigt. Etwas Mut wäre auch nicht schlecht, denn wenn man von einem Schild mit der Aufschrift „ Danger of Deaht, fatal accidents do occur by falling from this Path“ begrüßt wird, dann kann einem schon etwas mulmig werden.

Aber bis man überhaupt dort ankommt muss man erstmals mit dem Auto über eine einspurige Strecke, die mit einem Allrad besonders viel Spaß macht. Am Ende dieser Straße, die sich am Benn Nevis lang zieht kommt man zu einem kleinen Parkplatz, dort steht dann auch das besagte Schild.

Nun geht man durch einen kleinen Wald, über einen Wanderweg, doch bald ist dieser Weg nur noch ein Pfad aus Steinen, kleinen Treppchen und kleinen Wasserfällen über die man steigen darf. Mit jedem Meter wird es dunkler, man geht im Dunkeln eines überwachsenen Tunnels. Auf der einen Seite geht der Berg hoch und neben einen geht es weit hinunter, man hat nur das Rauschen eines Flusses im Ohr. Es geht hinauf und hinunter, man windet sich am Berg entlang, muss über Felsen klettern oft sind diese feucht vom Sprühen des Tosendem Wassers unter einem. Das Tosen wird Lauter und man kommt an eine Stelle an der man die Ausgewaschenen Felsen sieht, kaum 2 Meter unter einem hat das Wasser Becken und Kanäle in den Stein gefressen. Gefesselt von diesem Anblick geht man weiter, steht vor zwei Felsen, geht um diese herum. Da ist es, Glen Nevis, das wohl schönste Tal was ich gesehen habe. Vor einem erstreckt sich eine Weitläufige Fläche, erhellt von der glühenden Nachmittagssonne neben einen ein ruhiger Bach, welcher hinter einem zum tosenden Monster wächst. Heidegewächse und grünes Gras, ein kleiner Pfad windet sich vor einem. Der Wasserfall ist nur zu erahnen, noch liegt er hinter einer Kurve. Hat man diese erreicht liegt vor einem das Flussbett, kühles glasklares Wasser, der Wasserfall darüber. Stille, nur leises plätschern des Wassers, der Wasserfall ist kaum zu Hören.

Für einen Augenblick Unendlichkeit steht man da und bewundert die Natur.

Laura:

Zu meinem schönen Moment muss ich vorweg noch kurz etwas erzählen.

Wir haben dieses Jahr unser Fachabitur gemacht, damit jenes anerkannt wird müssen mir ein mindestens neun Monate langes Praktika machen. Ich habe die Chance genutzt und dieses Praktika gleich mit meiner Wunsch Ausbildung „verbunden“. Ich würde gerne Konditorin werden, allerdings gibt es bisher noch nicht die Möglichkeit diese Ausbildung Vegan freundlich zu gestalten. Also habe ich mir einen Betrieb rausgesucht in dem ich schauen kann wie ich damit zurechtkomme tierische Produkte zu verarbeiten…

Nun arbeite ich in einem wunderschönen kleinen Café. Mit echt tollen Kollegen:)

Und hier beginnt auch mein schöner Moment.

Nun bin ich schon einige Monate dort und schon von Anfang an gab man mir das Gefühl wert geschätzt zu werden, ein wunderschönes Gefühl, das mir zuvor, außer von Familie und Freunden, selten vermittelt wurde.

Nun kam meine Chefin vor ein paar Tagen zu mir, um mit mir meine Urlaubstage zu planen. Dabei meinte sie „ich will gar nicht an die Zeit denken wenn du nicht mehr da bist“, da musste ich schon erstmal schlucken. Denn sie und andere Kollegen sind mir echt ans Herz gewachsen. Dann haben wir uns noch umarmt und sie meinte wie schön es ist mich in Team zu haben und hat sich für alles bedankt. So Wort für Wort kann ich es nicht mehr wieder geben. Aber um die Worte geht es auch nicht, sondern um dieses wunderschöne Gefühl was diese in mir ausgelöst haben. Ein strahlen von innen hinaus. Dieses Gefühl, wertgeschätzt zu werden, wichtig zu sein. Und das nicht nur weil man jemandem Arbeit abnimmt sondern als Person wichtig zu sein. Das mein Ich, meine Persönlichkeit wichtig ist.

Ich hoffe dass jeder von euch schon mal so einen Moment oder solche Momente erfahren durfte. Denn sie sind wunderschön und wichtig. !

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